Deutsche Gesellschaft für Schiffahrts- und Marinegeschichte e.V.
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Wie maritime Modelle entstehen

Historische Schiffsmodelle und andere maritime Modelle
 
Historische Modelle haben eine gewisse Faszination, zeigen sie doch meistens längst nicht mehr existente Schiffe oder andere maritime Objekte und sind an Ihnen doch Details und Techniken vergangener Zeit dreidimensional sichtbar.
 
Kaum ein Mensch, der sich für Schifffahrts- und Marinegeschichte interessiert, kann an einem solchen Modell vorbeigehen, ohne ein paar Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Dabei schweift der Blick des Betrachters (abhängig vom Maßstab) von Detail zu Detail und versucht diese oder jene Funktion oder Eigenschaft auszumachen. Auch die Wirkung von Tarnmustern lässt sich vollzüglich nachvollziehen, wenn das Modell aus bestimmten Betrachtungswinkeln beäugt wird.
 
Dabei kommen am Modell verschiedenste Werkstoffe zum Einsatz: Holz, Plastik, Resin, Metalle, die auf verschiedenste Weise kombiniert werden. Für Takelungen diverse Fäden.
 
Interessant ist dabei auch die Peripherie, wie ein Modell in einem Diorama z.B. ins „Wasser“ kommt, so dass es aus einem bestimmten Betrachtungswinkel und einem bestimmten Abstand ein wenig wie echt wirkt. Hier kommen Werkstoffe wie Gips, Polyurethanschaumplatten, Acrylgel, Strukturgel, lufthärtende Modeliermassen, Kneten, Harze, Watte und Papiere zum Einsatz.
 
Wir präsentieren Ihnen auf dieser Seite eine kleine Auswahl an interessanten Schiffsmodellen, Flugbooten, Wasserflugzeugen und sonstigen Fahrzeugen der zivilen und militärischen Marinen, so dass Sie einen Eindruck gewinnen können, wie anspruchsvoll und interessant historischer Modellbau ist.
 
Der Betrachter der hier vorgestellten Modellbauprojekte sollte dabei zur Kenntnis nehmen, dass hier nicht nur Schiffe präsentiert werden, sondern eine breite Palette maritimer Modelle, die dem Spektrum allgemeiner Schifffahrt und Marine, darunter auch Marinefliegerei, zugeordnet werden können. Weiterhin sollte der Betrachter zur Kenntnis nehmen, dass die Modellbauer sich auch gewisse Freiheiten herausnehmen, da bestimmte Maßstäbe auch darstellerische Grenzen haben, die sich selbst mit Eigenbau ("Scratchbau") kaum darstellen lassen.
 
Zudem gibt es nicht für jedes historisches Modell, das nachgebaut werden soll, auch ausreichende Foto- oder Bilddokumentationen aus allen Blickwinkeln, so dass der Modellbauer an dieser Stelle einen Interpretationsrahmen ausleben muss, um das Modell zu finalisieren.
 
Leider ist die Social Media Plattform Google+ Anfang 2019 eingestellt worden, so dass unsere dort den jeweiligen Bau des Modells begleitenden Bauberiche nicht mehr online sind.
Den Rahmen einer Website würden sie leider sprengen, so dass wir an dieser Stelle darauf verzichten müssen, auch wenn man dadurch ein paar interessante Einblicke in Fertigungstechniken erhalten hätte.
 
Wir gehen davon aus, dass sich die Sammlung an hier vorgestellten Modellbauprojekten mit der Zeit ausbaut. Schauen Sie also regelmäßig mal vorbei, vielleicht gibt es hier dann und wann neue Schiffe und Dioramen zu sehen.
 

Viel Spaß beim Anschauen.

 

Stephan Karraß

 

 

 

 

 

 

 

Diorama- und Schiffsmodellbau

USS TENNESSEE (BB-43) und USS COLORADO (BB-45) sind zwei der "Big Five" Schlachtschiffe der US Navy, die im 2. Weltkrieg zum Einsatz kamen. 

 

(Plastikmodelle in modelliertem und koloriertem Gips (Wasserfläche)

 

 

 

 

 

Diorama- und Schiffsmodellbau:

HMS RODNEY der Royal Navy in Begleitung des britischen E-Klasse Zerstörers HMS ESCAPADE. Die Rodney war in mehreren Einsatzgebieten (z.B. im Mittelmeer) tätig, 1941 auch an der Jagd auf das deutsche Schlachtschiff Bismarck beteiligt.

 

(Plastikmodelle in modelliertem und koloriertem Gips (Wasserfläche)

Diorama- und Schiffsmodellbau:

HMS ASTUTE (S119) am Nordpolarkreis. Die HMS Astute ist ein Atom-U-Boot der britischen Royal Navy und Typschiff der Astute-Klasse. Da auch das Auftauchen in arktischen Gewässern durch eine dünne Eisschicht zu den Fähigkeiten von Atom-U-Booten der Royal Navy gehört und auch geübt wird, ist dies zum Gegenstand des Dioramas geworden, auch wenn es bislang die britische HMS Trenchant (S91) war, über die entsprechendes Bild- und Videomaterial gefertigt wurde.

 

(Plastikmodell in mit Strukturgel behandeltem PU-Schaum, Wasserfläche aus gefärbtem Epoxidharz, bedeckt mit Schneepulver)

Diorama- und Schiffsmodellbau:

Stark beanspruchtes britisches Flugschiff Typ "Short Sunderland MK III".

Die Short Sunderland MK III ist die militärische Variante eines Verkehrsflugbootes, das insgesamt 461 Mal gebaut wurde. Die Sunderland war das effektivste britische Flugboot des Zweiten Weltkrieges und wurde zur Seeaufklärung, U-Bootbekämpfung, für Transportaufgaben und im Seenotdienst eingesetzt.

 

(Plastikmodellflugschiff auf mit Strukturgel behandeltem PU-Schaum, Betonflächen bestehen aus mit Strukturgel behandelten Korkplatten)

Diorama- und Schiffsmodellbau:

HMS ARGUS: Was hier wie ein Zebra aussieht, ist der erste "vollwertige" Flugzeugträger der Welt im sog. "Dazzle-Painting" von 1918, einem sehr auffälligen Farbschema, das von der Royal Navy und der US Navy überwiegend im 1. Weltkrieg angewandt wurde. Aufgrund seiner stark kontrastierenden Farben sollte das Farbschema es insbesondere feindlichen U-Bootfahrern schwer machen, die Größe, Richtung und Geschwindigkeit des Trägers zu bestimmen. Die Idee des Dazzle-Paintings wird dem britischen Marine-Maler Norman Wilkinson zugeschrieben. Das Schiffsmodell ist im 3D-Druckverfahren im Maßstab 1:600 ausgedruckt, gebrusht und dann in eine Wasserlandschaft gesetzt worden.

 

(3D-Druckmodell auf mit diversen Farb- und Glanzlackschichten behandeltem Aquapapier)

Diorama- und Schiffsmodellbau:

SMS Derfflinger 1916

Das Modell wurde extra für den Hamburger Thementag 2019 im IMMH gebaut.

Thema: Scapa Flow 1919

(Plastikmodell auf mit Epoxidharz und Strukturgel behandeltem Flaggensockel aus Holz)

Diorama- und Wasserflugzeugmodellbau:

Wasserflugzeuge wurden oft als Aufklärungsflugzeuge für Kriegsschiffe eingesetzt, waren dabei oft auch bestimmten Organisationseinheiten der Marine unterstellt. Die Supermarine Spitfire MK Vb (einer von  drei Prototypen) hingegen wurde nie in Serie gefertigt, sie operierte von den griechischen Inseln aus und sollte probeweise zunächst britische Transportflugzeuge angreifen. Ein Exemplar war auch in Norwegen im Einsatz. Alle drei Prototypen wurden eingemottet und zerlegt, bevor der 2. Weltkrieg zu Ende war.

 

(Plastikmodell auf mit Strukturgel behandeltem und koloriertem PU-Schaumplatten-Meeresboden, der mit verchieden gefärbten Epoxidharzlayern langsam aufgefüllt wurde, Oberflächenbehandlung mit Strukturgel)

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