Deutsche Gesellschaft für Schiffahrts- und Marinegeschichte e.V.
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Aktuelles

Tagebuch der schifffahrtshistorischen DGSM Exkursion ins Baltikum vom 07. bis 16. Juni 2019

Das Tagebuch zur Baltikum fahrt der DGSM finden sie zum Download unten.

Tagebuch der Baltikum Reise 2019
Tagebuch der Baltikum Reise 2019.pdf
PDF-Dokument [9.5 MB]

Leinen Los! Zusammenarbeit zwischen der DGSM und dem DMB

Liebe Mitglieder,

 

in den nächsten Tagen erhalten Sie per Post „Leinen los!“, die Mitgliederzeitschrift des Deutschen Marinebundes - DMB, unabhängig davon, ob Sie Mitglied des DMB sind oder nicht. 

 

Das beruht nicht auf einer Werbeaktion oder einer Datenpanne, sondern ist Ausdruck der in den letzten Monaten verstärkten Zusammenarbeit der DGSM mit dem DMB.

 

Beide Vereinigungen prüfen zur Zeit, ob diese Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich der gemeinsamen Veröffentlichungen, vertieft werden kann.

 

Sie haben nun Gelegenheit, einen Eindruck von der Zeitschrift zu gewinnen, die möglicherweise künftig auch und vermehrt Beiträge aus dem Bereich der DGSM enthalten kann.

 

Nehmen Sie „Leinen los!“ also mit in den Urlaub, würzen Sie die Beiträge mit einer Prise Ostsee- oder Nordseesand und haben Sie reichlich Sonne im Herzen bei der Lektüre und der Urlaubserholung.

 

Bevor die Planungen zur Verstärkung der publizistischen Zusammenarbeit der DGSM mit dem DMB auf der Basis von „Leinen los!“ in ein Stadium kommen, das konkrete Umsetzungen ermöglicht, werden wir bei Ihnen Nachfrage halten, ob Sie eine solche Zusammenarbeit für eine gute Idee halten.

 

Herzliche Grüße

 

Lutz Adam

Informationen zur JHV in Koblenz 2019

48. Jahreshauptversammlung der DGSM

Der Rhein, zentrale Wasserstraße Europas seit der Antike.
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schiffahrts- und Marinegeschichte 2019 im Diehls Hotel zu Koblenz, Rheinsteigufer 1 vom 11. bis 13. Oktober 2019
 
Freitag, 11.10.2019
Anreise und Anmeldung im Hotel
14:00 erweiterte Vorstandssitzung
18:30 Führung durch das Mutter Beethoven Haus (2 Gruppen), Wambachstraße 204 in 56077 Koblenz
21:00 Spaziergang zum Diehls Hotel, Rheinsteigufer 1 in 56077 Koblenz  
 
Samstag, 12.10.2019
Ab 06:30 Frühstück im Hotel
09:00 1. Vortrag im Tagungsraum E-Stein 1, Hotel Diehls
Professor Dr. Christoph Schäfer, Universität Trier  / Dr. Heinrich Walle, Sprecher Wissenschaftlicher Beirat DGSM:
Öl für Germanien. Der Export von Olivenöl aus Spanien zu den Römischen Legionslagern Mainz, Bonn und Xanten währen der Kaiserzeit
09:45 2. Vortrag im Tagungsraum E-Stein 1, Hotel Diehls
Dr. Annette Fimpeler, Leiterin des Schifffahrt-Museum im Schlossturm zu Düsseldorf:
Hering, Wein und Kaffee – das große Geschäft auf dem Rhein
10:30 Kaffeepause
11:00 3. Vortrag im Tagungsraum E-Stein 1, Hotel Diehls
Dr. Dirk Sieg, wissenschaftlicher Mitarbeiter:
Rheinschifffahrt im 20. Jahrhundert
11:45 kleine Pause
12:00 4. Vortrag im Tagungsraum E-Stein 1, Hotel Diehls
N.N.:
Die Pflege und Erhaltung des Rheins als moderne Wasserstraße
12:45 kleine Pause
13:00 Mittagspause im Hotel
14:00 Mitgliederversammlung Tagungsraum E-Stein 1, Hotel Diehls
15:45  Kaffeepause
18:00 Abendessen Buffet im Hotel, Abend zur freien Verfügung
 
Sonntag, 13.10.2019
Ab 06:30 Frühstück im Hotel
09:00 Spaziergang zum Rhein-Museum, Charlottenstraße 53a in 56077 Koblenz
11:00 N.N.:
Führung durch das Rhein-Museum
13:00 Mittagessen nach freier Restaurantwahl und Abreise der Teilnehmer
 
Das Hotelzimmer bezahlt jeder Teilnehmer selbst vor Ort, die Mittag- (incl. 1 Soft- und 1 Heißgetränk) und Abendessen am Samstag sind in der Tagungspauschale enthalten. Weitere Getränke und Speisen zahlt jeder Teilnehmer selbst.
Die Tagungsgebühr beträgt 129,00 € und beinhaltet die Verpflegung mit Kaffee, Mittagessen und Abendbuffet am 12.10.2019

Standorte für die nächsten Jahreshauptversammlungen

11.-13. Oktober 2019

Koblenz

01. - 04. Oktober 2020

Helgoland

September 2021

Düsseldorf (Jubiläum 50 Jahre DGSM)

September 2022

Trier

 
Sollten Sie Vorschläge haben für zukünftige Standorte für Jahreshauptversammlungen, so melden Sie sich bitte beim Geschäftsführer unter geschaeftsfuehrer -at- schiffahrtsgeschichte.de

3. Preisverleihung der „Stiftung zur Förderung der Schiffahrts- und Marinegeschichte“

Smalltalk vor Beginn der Veranstaltung

Am 03.November 2018 lud die „Stiftung zur Förderung der Schiffahrts- und Marinegeschichte“ zur, nunmehr, dritten Preisverleihung ihres Preises zur Förderung zur Förderung der Schiffahrts- und Marinegeschichte in die Vertretung des Landes Bremen in Berlin ein. Geladen waren Vertreter des Deutschen Marinebundes e.V., der Deutschen Gesellschaft für Schiffahrts- und Marinegeschichte e.V., der Deutschen Marine, des Landes Bremen und der Universität Trier.

Trio -Die Klangstifter-

Mit einem Grußwort eröffnete der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung Lutz Adam den Festakt. Den musikalischen Teil bestritt das Trio „Die Klangstifter“ mit älterer und neuerer klassischer Musik. Das Grußwort sprach, als Vertreter der Deutschen Marine, Flotillenadmiral Dr. Apel. Nach einer weiteren musikalischen Darbietung durch das Trio „Die Klangstifter“ fesselte Dr. Pascal Warnking (Uni Trier) mit einem äußerst interessanten Vortrag über die römische Handelsschiffahrt.

Lutz Adam spricht die Eröffnungsworte

Er erläuterte, wie anhand antiker Überlieferungen, modernen Computerprogrammen und diverser Wrackfunde antike Handelsrouten und Schiffe rekonstruiert werden konnten und sich damit vieles, was man vorher als Legende oder „künstlerische Freiheit“ bezeichnete, als real herausstellte.

Dr. Apel spricht als Vertreter der Marine

Besonders erstaunlich war, daß antike Schiffe doch eine beachtliche Ladekapazität hatten, denn ca. 10.000 Amphoren erforderten doch schon eine gewisse Schiffsgröße. Diese wurde auch durch Wrackfunde bestätigt.

Prof. Dr. Schäfer würdigt den Preisträger

Die anschließende Laudatio auf den Preisträger KKpt. d.R. Dr. König hielt Prof. Dr. Christoph Schäfer von der Universität Trier. Er schilderte den Werdegang von Dr. König in der Marine und der Forschung. Dabei vergaß er nicht, daß, um eine solche Arbeit zu bewältigen, auch die Unterstützung der Familie unerläßlich ist.

Dr. König bedankt sich

Sichtlich bewegt nahm Dr. König die Ehrenurkunde aus den Händen des Vorsitzenden der Stiftung Vizeadmiral a.D. Hendrik Born und der Stiftungsgründerin Fr. Ute Redell entgegen. In der folgenden Rede bedankte sich Dr. König bei allen Unterstützern, die zum Gelingen dieses sehr umfangreichen Projektes beigetragen haben. Besonders seiner, ebenfalls anwesenden, Ehefrau dankte er, da sie, neben den Belastungen des Familienalltages und der Kindererziehung, ihm immer „den Rücken frei“ gehalten habe. Beim anschließenden Empfang in der Lobby der Landesvertretung gab es, neben einem reichhaltigen Buffet, noch reichlich Zeit zu einem ausgiebigen Smalltalk.

 

Fotos und Bericht von Hans-Stefan Hudak

JHV 2018 in Wilhelmshaven

Vorstandsitzung in der Offiziersmesse der Mölders. Foto von Olaf Rahardt.

Glanz und Gloria schwimmender Exponate, Jahrestagung der DGSM
Schiffe, die sich nicht mehr in Fahrt befinden, sondern ihren Liegeplatz als „schwimmende Exponate“ in Museen eingenommen haben, waren Thema der Jahrestagung, welche die DGSM vom 14. Bis 16. September 2018 in Wilhelmshaven durchführte. Den Vortragszyklus eröffnete der Vorsitzende des „Vereins Freunde der Viermastbark PEKING“ Mathias Kahl, der anschaulich über Erwerb, Rückführung aus New York nach Hamburg und nunmehr umfassende Restaurierung der Viermastbark PEKING berichtete. Der 1911 bei Blohm + Voss in Hamburg für die Reederei Laeisz erbaute Großsegler gehörte zu den berühmten „Flying-P-Linern“. Die Reederei verkaufte das Schiff 1932, nach England, wo es als stationäres Schulschiff genutzt wurde und 1974 als Museumsschiff nach New York kam. 2012, nach Beschädigungen durch einen Hurrikan entschloss man sich das Schiff zu veräußern. Nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 2015 Gelder für die Neugründung des Hamburger Hafenmuseums bewilligt hatte, konnte 2016 die Stiftung Hamburg Maritim mit der Rückholung und fachgerechten Restaurierung des Schiffes als „Leitexponat“ für dieses neue Museum beauftragt werden. Das geschieht seit 2017 auf der Peters Werft in Wewelsfleth bei Hamburg. Wie Herr Kahl sehr anschaulich darzustellen vermochte, ist das Schiff trotz seines Alters und vieler Schäden dennoch in einem erstaunlich guten Erhaltungszustand, so dass hier die Restaurierung eines wertvollen Denkmals der maritimen Technikgeschichte gerechtfertigt ist.

 

Ronald Hopp bei seinem Regionalbericht. Foto von Olaf Rahardt.

Den nachfolgenden Film „Around Cape Horn“ hatte Irving Johnson von seiner Reise mit der PEKING von Hamburg nach Talcahuano in Chile aufgenommen. Dieser amerikanische Seemann, der später als Kapitän gefahren ist, hatte sich 1929 als Gast auf diesem letzten Flying P-Liner eingeschifft und dabei Aufsehenerregende Filmaufnahmen von der Kap-Horn -Umrundung der Viermastbark und Führung von Kapitän Jürgen Jürs drehen können. Als eines der wenigen Filmdokumente zeigen Johnsons Aufnahmen, wie ein Großsegler die gewaltigen Wettererscheinungen von See und Stürmen in dieser Region nur mit Hilfe der Muskelkraft seiner Männer bewältigen konnte.

Kommandobrücke der Mölders. Foto von Hans-Stefan Hudak.

Dr. Stephan Huck, Museumsleiter des Deutschen Marinemuseums zu Wilhelmshaven, berichtete unter dem Thema „Wohl und Wehe einer Museums Flotte“ über die schwimmenden Exponate seines Hauses. Haupt Anziehungspunkt ist unbestreitbar der Lenkwaffenzerstörer „MÖLDERS“, den Dr. Huck sozusagen als seine „Mona Lisa“, d.h. als Hauptattraktion des Museums bewertet. Das Schiff stand von 1969 an 34 Jahre im Dienst der Marine, wurde 2003 außer Dienst gestellt und als Dauerleihgabe der Wehrtechnischen Studiensammlung seit 2005 am Liegeplatz des von einer Stiftung unterhaltenen Deutschen Marine Museums vertäut. Zu den schwimmenden Exponaten gehört auch das Minenjagdboot WEILHEIM, eine Einheit der LINDAU-Klasse, den ersten seit 1956 für die Bundesmarine gebauten Küstenmienensuchbooten, die 1995 außer Dienst gestellt, als erstes Boot in das Museum überführt wurde. Neuestes Schiff dieser „Museums Flotte“ ist das 1982 in Dienst gestellte und 2016 auch als Dauerleihgabe der Wehrtechnischen Studiensammlung zur Verfügung gestellte Flugkörper Schnellboot „GEPARD“. Dr. Huck berichtete, dass das Museum versucht, als Einstieg über diese vom Publikum sehr angenommenen schwimmenden Exponate Informationen zur Entwicklung der maritimen Sicherheitspolitik zu vermitteln. Das Museum, das von einer privaten Stiftung unterhalten wird, muss den größten Teil seiner Unterhaltungskosten durch die Eintrittsgelder und Spenden erwirtschaften, so dass die laufende Unterhaltung und Pflege der durchaus aufwendigen Museumsschiffe vor allem durch ehrenamtliche Maßnahmen unterstützt werden muss. Das geschieht mit „PönEx-Manövern“ (Exercise Pönen = Anstreich-Übung), Treffen ehemaliger Besatzungsmitgliedern, „Ihrem“ Schiff dann einen neuen Anstrich verpassen.

 

Rettung des Verunglückten durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Foto von Hans-Stefan Hudak.

Der Vortragszyklus wurde von Olaf Pestow mit einem Vortrag „BALCOM 10, Projekt 151, das ambitionierte Schnellboot Konzept der Nationalen Volksmarine“ fortgesetzt. Als ehemaliger Korvettenkapitän der Volksmarine stellte er dieses letzte Projekt der Konzeption eines Flugkörperschnellbootes vor, das von der DDR, Polen und der sowjetischen Marine entwickelt wurde. Olaf Pestow zeigte die  Notwendigkeit der vielen Arbeitsschritte, die von der Vorgabe bis zum fertigen Entwurf notwendig waren, um die Schiffe überhaupt bauen zu können. Von dieser Serie wurden zwei Einheiten noch fertig gestellt.

Die fertig gebauten Einheiten "Bad Düben" und "Neustrelitz ex. Ostseebad Binz" wurden umgebaut und der Bundespolizei (Küstenwache) übergeben. 2017 wurden beide Schiffe außer Dienst gestellt. Leider ist eine museale Erhaltung nicht vorgesehen, so daß vielleicht ein wichtiges Glied in der Geschichte der Volksmarine unwiderbringlich verloren ist. In Peenemünde wäre vieleicht noch Platz gewesen um eines der Schiffe einer musealen Nutzung zuzuführen.
Außerdem waren beide Schiffe "Stars" der beliebten ZdF-Serie "Die Küstenwache", womit auch die Behauptung der Verschrottung Anfang der 90er Jahre widerlegt ist.

Im Letzten Vortrag stellte Dr. Heinrich Walle den Baufortschritt des Nachbaus eines römischen Handelsschiffes „Laurons II“ an der Universität Trier vor. Außer der Technik der Nut-Federverbindung bei den Außenplanken wurden hier Methoden benutzt, die im gegenwärtigen Yachtbau noch angewandt werden. Auch dieses Vorhaben kann nur durch die Mitarbeit zahlreicher ehrenamtlicher Helfer gestemmt werden.
In der am Nachmittag stattgefundenen Jahreshauptversammlung wurde der Vorstand entlastet und im Amt bestätigt. Als neuer Schatzmeister wurden Herr U. Adam und als neuer Webmaster Herr Chr. Hesse gewählt.
Am Sonntag dem 16. September konnten die Teilnehmer an einer Führung durch das Marinemuseum und an der Vorführung einer Rettungsübung durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger teilnehmen.

 

Dr. Heinrich Walle unter Zuarbeit von Hans-Stefan Hudak

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